Vielleicht mal ein kleiner Rückblick und ein wenig darüber, wie ich auf Paul Washer stieß und wie es zu dem kam, was man heute auf der website und hier im Blog so sehen und lesen kann. Nun, dazu sei vielleicht erst einmal was von meinem Hintergrund gesagt. Ich habe eine gewissermaßen christliche Prägung genossen, meine Eltern sind gläubige Christen und haben wert darauf gelegt, uns Kindern den Glauben zu vermitteln. Ich hatte also Zeit meines Lebens immer was mit Bibel und Gott und Jesus zu tun. Groß geworden bin ich in einer charismatisch geprägten Gemeinde, ich hab als Kind u.a. die Auswirkungen des so genannten Toronto-Segens erlebt, also live miterlebt, was in richtig “charismatischen” Gottesdiensten so los sein kann. Dieser – so muss ich heute leider sagen – ganze Zirkus hatte für mich nie eine Anziehung, aber was mich in meiner Jugend viel bewegt hat, war die Frage, ob es Gott gibt oder nicht. Da erinnere ich mich an viele Gespräche mit meinem Vater über die Entstehung des Welt, über die Frage, ob die Schöpfung Zufall sein könne usw..

Nun, ich will jetzt nicht meine Bekehrung beschreiben, aber nach einem langen Ringen fand ich dann zum Herrn Jesus. Nach und nach hab ich auch manche Glaubensgeschwister kennen gelernt, durch die ich auch einiges Lernen konnte, was mir wirklich eine große Hilfe war und nun, ich hab sehr vieles in mich aufgesogen. Ich habe sehr viele Predigten gehört – vor und nach meiner Bekehrung. Heute ist das nicht mehr so, heute bin ich mehr auf die Schrift fixiert und dabei, sie verstehen zu lernen, sie tiefer verstehen zu lernen. Und ich höre eigentlich im Verhältnis nur noch sehr wenige Predigten.
Wie dem auch sei, irgendwann – das war vor vielleicht 2 ½ Jahren, da bin ich auf Paul Washer gestoßen. Das war zu Zeiten als es die sogenannte „Shocking Message“ nur in Englischer Sprache gab und wo noch keiner je daran gedacht hätte, dass die auch mal ins Deutsche übertragen werden müsse. Und diese Predigt war meine erste Begegnung mit diesem Mann namens Paul Washer und es war nicht meine Letzte. Aber um ehrlich zu sein, ich habe sehr, sehr lang gebraucht, um zu verstehen, was Paul Washer denn überhaupt sagen will. Sicher, damals war mein Englisch schlechter und ich hatte viel weniger biblisches, theologisches Hintergrundwissen und diese Gedankengänge waren mir völlig neu und ich konnte sie zuerst sehr lange – nicht recht einordnen.
Ich war sicher auch leicht geschockt. Sicher, ich wusste, dass es viele Namenschristen gibt etc. und das war mir ja schon klar, aber die Art wie Paul Washer einen Christen von der Schrift her definierte, wie er erklärte, was es bedeutet, Christ zu sein, das war mir völlig neu. Ich hatte so was nie gehört. Aber inzwischen bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass es das auf den Punkt bringt, vor allem, weil ich diese Gedanken auch in der Schrift wiedergefunden habe ( man denke an die Stelle in Titus 2, ab 11 ) . Jedenfalls hab mir dann mehr Paul Washer-Predigten besorgt, vor allem eben als MP3 zum anhören und immer wieder mal hab ich mir eine davon angehört, das ging bestimmt ein halbes Jahr so. Ich war noch voll drin in einem doch recht oberflächlichen Verständnis von Gott, dem Herrn Jesus und allem, aber so langsam vertieften sich manche Dinge u.a. auch durch diese Predigten.

Und nun, eines Tages – war für eine Woche vereist – da hat mich eine Predigt so getroffen wie das selten der Fall war. ( bzw. es waren mehrere Predigten, die ich aber bis heute nicht übersetzt habe ). Und nun, ich war dann so „feurig“, dass ich am Wochende – zu Hause mich gleich hingesetzt hab und eines meiner ersten Videos aus einer Predigt gebastelt habe. Das Video gibt es heute noch, aber nimmer auf meinem Kanal, aber woanders sieht man das noch im Original:
http://www.youtube.com/watch?v=wTygBrUbFsc
Deutsch ( „Wie Gott führt“ )
So hat es angefangen, dass ich Videos von Paul Washer hochgeladen habe. Wohl gemerkt, englische Videos von Paul Washer, kein Gedanke an deutsche Untertitel. Nun, ich hatte dann so vier oder fünf englische Paul-Washer-Videos gemacht, bis mir irgendwie die Idee kam: Eigentlich sollte man da doch mal was auf deutsch machen. Damals, auf meinem alten Windows XP-Rechner, wo ich nur den Windows Movie Maker zur Verfügung hatte, hab ich mir dann überlegt, wie ich das mit den Untertiteln machen könnte. Und ich hatte mehr oder weniger ein großes Problem. Was mache ich, wenn ich weiße Untertitel habe und Paul Washer ein helles Hemd trägt? Nun, das Problem war, dass man die Untertitel so schlicht nur sehr schlecht lesen konnte. Heute ( dank der „Spende“ eines Bruders, der mir ein vernünftigeres Video-Schnittprogramm zukommen ließ ) hab ich dieses Problem nicht mehr, aber das war damals wirklich schwierig, weil so was wie Videos deutsch zu untertiteln, so was hatte ich ja nie zuvor gemacht und das war schon etwas seltsam. Aber ich hab mir dann einen Videoausschnitt ausgesucht und es dann übersetzt. Nun, das war sicher nicht meine beste Übersetzung und es hat sicherlich hier und da noch gehakt, aber ich hatte tatsächlich mein erstes Video übersetzt. Das kann man heute noch hier finden:
http://www.youtube.com/watch?v=eNQ6Y9WrgOo
Dieses Video hat es zwar nie zu großer Berühmtheit gebracht, aber es war ein Anfang. Und nach und nach hab ich mehr übersetzt. Immer nur kurze Auschnitte, einen nach dem anderen. Und eines Tages entschloss ich mich, mal eine ganze Predigt vollständig zu übersetzen. Wenn ich das mal so sagen darf – eine ganze Predigt zu übersetzen, das kann einen wirklich schlauchen, einfach, weil es ziemlich viel Mühe macht. Ich bekomme manchmal so viele Vorschläge, ob ich nicht mal diese Predigt oder jene Predigt übersetzen könnte. Ich möchte mal nur an dieser Stelle sagen: Ihr wisst nicht, worum ihr da bittet. Für eine 60 – minütige Predigt brauche ich für Übersetzen und untertiteln bestimmt zwischen 15 und 25 Stunden. Es kostet viel Zeit. Ja, ich hab das alles über einen sehr langen Zeitraum – nach und nach – gemacht, aber das Übersetzen einer ganzen Predigt geht nicht unbedingt mal geschwind nebenbei von der Hand. Nun, um wieder darauf zurück zu kommen, ich habe tatsächlich dann entschlossen, eine bestimmte Predigt in voller Länge zu übersetzen. Nun, diese ist inzwischen recht oft angeschaut worden und ich hab längst noch einmal eine überarbeitete Fassung hochgeladen und trägt den prägnanten Titel „Shocking Message“.
Und nun, ich hab mir recht lange überlegt, ob ich mich an die Übersetzung von dieser Predigt wagen sollte. Aber es hat mich wirklich geplagt damals: Ich dachte: Diese Predigt ist so stark, aber leider gibt es das nicht auf Deutsch. Kann das nicht mal jemand ins Deutsche bringen? Und irgendwann dachte ich? Wenn nicht ich, wer dann? ( Nun, heute weiß ich, dass ich nicht der einzige war, der diese Idee hatte, sondern, dass es einfach so war, dass ich der Erste war, der diese Idee umgesetzt hatte ) .
Für die, die sie nicht kennen, die Shocking Message in 3 Minuten zusammengefasst.
Nun, es sind inzwischen sehr viele Videos geworden, ich hab das alles so nicht geplant gehabt und ich weiß, dass es vielen Leuten in vielfacher Weise geholfen hat.
Ich für mich kann sagen, dass mich die Predigten letztlich dazu bewegt haben, mich mehr mit der Schrift zu befassen, nicht einfach oberflächlich über einen Text zu gehen, sondern wirklich begreifen zu wollen, was ein Text aussagt. Nicht, um dann prahlen zu können, wie gut ich meine Bibel verstehe, das wäre sehr armselig, sondern um dadurch meinen Gott wirklich zu kennen.
Ich denke mal an Hebräer 1, 1-2
Nachdem Gott vor Zeiten manchmal und auf mancherlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er zum Erben von allem eingesetzt, durch welchen er auch die Weltzeiten gemacht hat;
Und die Frage an mich: Wer ist dieser Sohn, durch den Gott in zuletzt gesprochen hat? Was bedeutet es, dass Gott durch seinen Sohn gesprochen hat? Was hat er durch seinen Sohn gesprochen?
Versteht mich nicht falsch, oberflächlich kann ich einiges dazu sagen und erklären, aber in der Tiefe zu beantworten, wer dieser Gott ist, wer dieser Sohn ist, durch den er gesprochen hat und was dieser Sohn getan hat, davon bin ich noch weit entfernt und ich sehne mich danach, es tiefer zu verstehen. Warum? Weil ich weiß, dass eine richtige Auffassung meines Gottes und seiner Erlösung, die ich wirklich begriffen habe, die ich wirklich verinnerlicht habe, mich mehr zu Gottes Ehre leben lässt, als ich es jetzt tue. Es geht letztlich um unsere Ewigkeit, das letzte Ziel, das wir letztlich anstreben, darum unserem Schöpfer zu begegnen, darum was das aller aller Wichtigste ist, was man sich nur vorstellen kann, dem großen Schöpfer zu begegnen, dem zu begegnen, dem alle Macht gegeben ist, im Himmel und auf Erden, dem zu begegnen, dem sich eines Tages jedes Knie beugen wird und dem gegenüber jede Zunge bekennen wird, dass er Herr ist.
Und das ist mein Anliegen für diese Videos, die ich hochlade, dass sie uns dazu treiben, ebenso wie es gute Brüder und Schwestern im Glauben tun, mehr unseren Gott erkennen zu wollen, heiliger Leben zu wollen für den, der uns errettet hat und noch nicht fertig mit uns ist, sondern weitergehen will mit uns bis in die Herrlichkeit. Wisst ihr, was das bedeutet? Ich meine, es geht hier nicht um ein bisschen Lebenshilfe, sondern es geht um den ganzen und alleinigen Grund unseres Seins, es geht im tiefsten um den Sinn unseres Lebens, es geht um alles oder nichts. Ist uns das klar?
Liebe Grüße an dieser Stelle von mir an alle Brüder und Schwestern.
Vielleicht noch abschließend sinnbildlich ein Video-Ausschnitt, der für viele meiner Videos steht und die Richtung und Intention zeigt, die ich damit einschlagen möchte, nämlich immer wieder unseren Blick auf den lebendigen Gott zu richten.
http://www.youtube.com/watch?v=lct1wDMOcg4
( in voller Länge )









