Die Wichtigkeit der älteren Brüder und Schwestern.
Als ein noch verhältnismäßig junger Gläubiger ist mir in letzter Zeit mehr und mehr klar geworden, wie wichtig es ist, ältere Brüder und Schwestern im Glauben um sich zu haben oder zumindest die eine oder andere Möglichkeit zu haben, ihnen zuzuhören.
Nicht, dass wir ältere Brüder oder Schwestern anhimmeln sollten, aber dass wir uns doch bewusst sind, dass sie schon durch viel mehr Dinge gegangen sind als die jungen Gläubigen, dass sie viel länger mit dem Herrn gewandelt sind und dass sie einfach einen unheimlichen Vorteil im Laufe der Jahre erworben haben:
Erfahrung und Reife.
Und es macht weit mehr Eindruck, wenn man etwas von einem reifen und erfahrenen Bruder gesagt bekommt als wenn man dasselbe von einem eifrigen, aber jungen Bruder zu hören bekommt, der das, was er dir erzählt, vielleicht gerade mal im Ansatz verstanden hat, aber noch längst nicht so durchlebt hat wie die älteren Geschwister.
Den Gedanken weiterführend. Wenn wir sehen, was für ein Schatz es ist, von reifen Geschwistern gelehrt zu werden, umso mehr sollten wir zu schätzen lernen, was der Herr selbst uns in seinem Wort offenbart. Er ist wahrlich der, von dem alle wahre Weisheit kommt und dem uneingeschränkt zu vertrauen ist.
Zu Glauben bedeutet im Grund, einfach das, was Gott im besonderen durch seinen Sohn Jesus Christus gesagt hat, als etwas anzunehmen, was von der letzten Autorität kommt und somit letztlich völlig richtig und völlig vertrauenswürdig ist. Jemand, der glaubt, der vertraut dem, was Gott gesagt hat und glaubt nicht seinen selbst erdachten Ratschlüssen und Ideen, oder den Ideen anderer Menschen, sondern vertraut dem, der alle Macht hat im Himmel und auf der Erde und der völlig vertrauenswürdig ist.
Woher wissen wir, dass wir dem Herrn Jesus wirklich völlig vertrauen können? Weil Gott ihn als seinen Sohn erwiesen hat!! Wodurch? Dadurch, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden ist. Das größte Zeichen dafür, dass Jesus Gottes Sohn war und dass sein Werk am Kreuz wirklich vollbracht ist, ist, dass er von den Toten auferstanden ist und noch heute lebt! Und dadurch hat sich Jesus als wahrhaftig erwiesen, weil er dadurch ein für alle mal von Gott beglaubigt worden ist.
Und unser Glaube hängt nicht primär an Erfahrungen, die wir als Christen hier und da machen mögen, sondern an den historischen Tatsachen, dass Jesus Christus für unsere Sünden starb und am dritten Tage wieder von den Toten auferstand. Und deswegen ist Jesus völlig GLAUB-würdig.
Und somit ist er die letzte und primäre Quelle der Weisheit, die er uns aber auch zuteil werden lässt durch die, die schon ein wenig mehr von ihm gelernt haben als wir. Und deswegen schätze ich es, mich mit reiferen Christen beschäftigen zu dürfen. Ja, sie sind und bleiben fehlbare Geschöpfe.
Aber sie haben oft einfach mehr von Gott verstanden als ich.

Wobei „älter“ ja auch manchmal einfach „älter im Glauben“ heißen kann. Das Ehepaar, das mich auf meinen ersten Glaubensschritten begleitet hat, war etwa in meinem Alter (genau genommen sogar noch etwas jünger), aber natürlich waren sie im Glauben wesentlich reifer als ich.
Natürlich, ich bezog das Ganze auch nicht primär auf das Alter, sondern auf die Reife im Glauben. Es gibt schließlich auch welche, die 5 Jahre lang im Glauben sind und deutlich reifer sind als solche, die 10 Jahre lang im Glauben sind.
lg